Ein Terminal, das zum Wahrzeichen werden sollte

Als das niederländische Architekturbüro UNStudio mit der Neugestaltung des Flughafens Kutaisi beauftragt wurde, ging das Briefing weit über das Terminalgebäude selbst hinaus – es umfasste die Start- und Landebahn, den Masterplan für die künftige Entwicklung, das Terminal, Büros, eine Wetterstation und den Flugsicherungsturm.

Das Konzept: ein Tor

UNStudios Entwurf behandelt das Terminal als buchstäbliches Tor – ein einziges weitgespanntes Volumen, bei dem ein markantes rotes Eckdetail den Eingang als Kreuzungspunkt und Erkennungspunkt markiert. Im Inneren organisiert eine schirmförmige Struktur, wie Passagiere durch das Gebäude fließen, und hält Abfluss- und Ankunftsströme getrennt.

Integrierte Nachhaltigkeit

Weniger sichtbar als die Architektur ist, was darunter liegt: Eine unterirdische Wasserquelle auf dem Gelände speist ein Betonkernaktivierungssystem, das die Temperatur sowohl im Terminal als auch im Kontrollturm reguliert, kombiniert mit einem im Terminalboden integrierten Grauwassersammelsystem.

Vom Schließen bis zur Wiedereröffnung in unter zwei Jahren

Der Flughafen wurde im November 2011 für die Umgestaltung geschlossen und am 27. September 2012 wiedereröffnet – eine schnelle Umsetzung für einen vollständigen Terminalneubau, wobei das französische Unternehmen Vinci Airports dabei half, das Personal vor der Wiedereröffnung zu schulen.

Eine Eröffnung mit hochrangigen Gästen

Die Wiedereröffnungszeremonie wurde vom damaligen Präsidenten Micheil Saakaschwili, dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán und Wizz Air-CEO József Váradi besucht – eine Besetzung, die auf die Airline-Partnerschaft hindeutete, die wenige Jahre später folgen sollte.