Vom ruhigen Regionalflughafen zur Wizz Air-Hochburg
Man vergisst leicht, dass der Flughafen Kutaisi vor etwas mehr als einem Jahrzehnt kaum genutzt wurde – 2012, dem Jahr, in dem sein saniertes Terminal wiedereröffnete, wurden gerade einmal 12.932 Passagiere abgefertigt. Bis 2024 stieg diese Zahl auf über 1,7 Millionen.
Der Wendepunkt: Februar 2016
Der eigentliche Wandel kam, als Wizz Air Kutaisi im Februar 2016 zur Fokusstadt erklärte. Für eine ungarische Billigfluggesellschaft, die sich bereits aggressiv in Mittel- und Osteuropa ausdehnte, machten Georgiens Open-Skies-Abkommen mit der EU und die großzügigen Visafreiheitsregelungen Kutaisi zu einer besonders attraktiven Basis – günstig zu betreiben, mit wenigen der Slot- oder Nachtflugbeschränkungen, die größere westeuropäische Flughäfen auferlegen.
Kein Nachtflugverbot, keine Überlastung
Kutaisis fehlende Nachtflugbeschränkungen erwiesen sich als echter Wettbewerbsvorteil: Wizz Air konnte Flugzeuge für Früh- und Spätabflüge einsetzen, die an stärker ausgelasteten, lärmbeschränkten Flughäfen andernorts in seinem Netz keinen Platz gefunden hätten.
Ein Netz, das weiterwuchs
Heute fliegt Wizz Air von Kutaisi aus zu mehr als 20 Destinationen in ganz Europa, von Barcelona und Madrid bis Prag, Warschau und Athen – mit neueren Ergänzungen wie einer im Dezember 2025 gestarteten Route nach Venedig–Marco Polo, die zeigt, dass das Netz sich weiterhin ausdehnt, anstatt nur konstant zu bleiben.
Was das für Reisende bedeutet
Für Besucher ist das praktische Ergebnis ein kleiner, leicht zu navigierender Flughafen mit einer wirklich breiten Auswahl an günstigen europäischen Verbindungen – eine Kombination, die außerhalb viel größerer Drehkreuze selten zu finden ist.



